Arbeits- und Diskussionsblog



„Jeder Mensch hat das Recht zwischen einer Vielfalt von gleichwertigen Lebens- und Beziehungsmodellen frei und eigenverantwortlich für sich wählen zu können.
Aus dieser Wahl dürfen weder ihm noch einem anderen Menschen gravierende psychische, soziale, gesellschaftliche, wirtschaftliche oder sonstige Vor- oder Nachteile entstehen."




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Küss mich, doch lass mich ein Frosch bleiben.

Ein Beziehungspartner ist kein Rettungsboot, keine leere Leinwand und keine Modelliermasse.

Manchmal geht dir der klare Blick auf dein Gegenüber im Laufe einer Beziehung verloren und du projizierst, bastelst, klebst, malst deine Vorstellungen, Träume, Sehnsüchte in ihn hinein. Kommunikation wird dann ein Unding, denn du redest ja quasi mit dir selbst bzw. mit deinem irrealen, selbst geschaffenen, deinem imaginären inneren Objekt.

Der Partner/die Partnerin ist aber real und ganz er/sie selbst. So zerschellen dann sein/ihre Reaktionen und Gesprächsanteile an deinen inneren Erwartungen. Du fühlst dich missverstanden, wütend, verraten. Du willst das von dir geschaffene Ideal des Prinzen/der Prinzessin und hast doch nur den wunderbar einzigartigen Frosch vor dir.

Du hast dich selbst getäuscht und weinst jetzt über diese Enttäuschung.

Du übersiehst: Den Frosch könntest du real lieben, deine Projektionen niemals. Der Frosch könnte dich lieben, deine Projektionen niemals.

Upps, und nun?

Eine Menge Arbeit. 
Aufgrund ihrer ganz persönlichen Entwicklung haben Menschen ganz verschiedene innere Koordinatensysteme in Bezug auf Nähe und Distanz. Was dem einen schon die Luft abdrückt, macht dem anderen noch wohlige Gefühle; was der einen eine lustvolle Befriedigung verschafft, erstickt das Autonomiegefühl der anderen. Wo bei dem einen Freiheit beginnt, fängt für den anderen schon Abhängigkeit an.

In Beziehungen zu anderen Menschen, seien es die Eltern, die Geschwister, Freunde, Bekannte, Beziehungspartner, tarieren wir deshalb immer wieder und wieder aufs Neue aus, wo für uns die jeweiligen Grenzen des Erträglichen und Akzeptablen im Spiel von Nähe und Distanz sind. Das ist gut und richtig so.

Gerade in Paarbeziehungen verlieren wir uns aber auch manchmal in diesem Spiel um die innere und äußere Balance. Sei es aus einem überschäumenden Liebesgefühl, sei es später aus vorgeblich pragmatischen Gründen. Sei es, weil unser Inneres Kind mit seinen Sehnsüchten das Ruder übernimmt oder sei es, weil wir uns in unseren widersprüchlichen Glaubenssätzen verheddert haben.

Gründe gibt es unendlich viele und in ganz unterschiedlichen Vermischungen, die Konsequenzen sind jedoch fast immer die gleichen:

Aus wohliger Nähe wird Abhängigkeit, die Autonomie der eigenen Persönlichkeit löst sich auf und wird überrollt von irrationalen Sehnsüchten und zermürbenden Verlustängsten. Grenzen werden nicht mehr erkannt und schon gar nicht mehr gesetzt und eingehalten.
Aus stärkender und bereichernder Distanz wird Flucht, Abschottung, Verweigerung und Abweisung.
Die Kommunikationsmuster verändern sich, Sprachlosigkeit und (Ver)Schweigen halten Einzug in die Beziehung.

Wenn man selbst mitten drin steckt, ist es oft nicht einfach, manchmal gar unmöglich, diesen Prozess mit seinen vielfältigen Mechanismen zu durchschauen. Einzel- und vor allem Paartherapie machen in solchen Momenten meiner Erfahrung nach wirklich Sinn.

Fragt mich einfach, ich begleite gerne. 


Ein Aspekt, der in Diskussionen über Beziehungen nicht so oft auftaucht, der mir aber zumindest erwähnenswert erscheint, nenne ich den unerfüllbaren „All-Inclusive-Anspruch“: Der Wunsch, der Traum, dass der geliebte Partner, die geliebte Partnerin all meine Bedürfnisse, all meine Sehnsüchte, all meine Begierden, all meine leeren Stellen, und, und, und … ausfüllen wird. Dabei nimmt die Sexualität nur einen kleinen Raum ein. Das er/sie, das Teil ist, das mich zu einem Ganzen werden lässt. Sich einpasst in mir, wie ein fehlendes Puzzleteil und aus uns beiden etwas Drittes, Neues, Wunderbares entstehen lässt.

Und in der ersten Phase des VerliebtSeins, in der ersten Zeit der Beziehung, in den ersten Wochen, Monaten, ja vielleicht Jahren, da fühlt es sich ja auch so an, da stimmt es ja auch: Man ist voll und übervoll durch den anderen. So ganz und heil und mittig. So fast unerträglich groß und größer. Der andere breitet sich aus in einem und lässt einen selbst wachsen und gedeihen in wahnsinniger Schnelle. Man entdeckt so viel Neues in sich und verändert sich gemeinsam.

Aber, nach einer Weile, da stellt man voller Liebe fest: Dieses gemeinsame Neue hat auch Sehnsüchten, Träumen, Bedürfnissen, Aspekten der eigenen Persönlichkeit Raum geschaffen, die man bei dem anderen nicht abdecken kann … und er/sie die seinen nicht bei einem selbst.
Die Erkenntnis wächst: Ich kann nicht alles sein für meinen Partner, meine Partnerin. Ich habe weder die Zeit, die Kapazität, das Wissen noch das Können und die Energie alle Bedürfnisse meines Gegenübers umfassend und kompetent zu befriedigen. Und mein Gegenüber kann dies auch umgekehrt nicht erfüllen.


Nun, die gängige Haltung dazu ist: Wer liebt, der steckt zurück. Macht Kompromisse, beschneidet sich, schränkt sich ein, nimmt sich und seine Bedürfnisse zurück. Passt sich dem anderen an und setzt sich selbst Grenzen durch Genügsamkeit. Man nimmt Opfer in Kauf für die Liebe und erwartet solche von dem anderen – und verfängt sich manchmal dann in Opferhaltungen, in Aufrechnungen, die nicht gesund sein können für die Liebe, sondern oft der Dünger sind für Untreue und Eifersucht. 

Weil Liebe, in meinem Verständnis, will, dass der andere wächst und gedeiht. Sich entwickelt nach all seinen Möglichkeiten, seine Potentiale voll entfalten kann. Nicht nach meinem Gusto und nicht zur ausschließlichen Befriedigung meiner Bedürfnisse. Sondern an und für sich. Liebe beinhaltet diese Freiheit und kann nur Liebe sein auf Grundlage derselben.

Aus diesem Grunde erscheint mir Liebe zu beinhalten und die Basis dafür zu sein, dass der Andere durch meine Liebe zu ihm/ihr ermutigt werden sollte, neue und andere Erfahrungen zu machen. Aspekte seiner Persönlichkeit mit anderen auszuleben, einen Teil seiner Bedürfnisse und Sehnsüchte mit anderen Menschen zu erfüllen und daran weiter zu wachsen.

Einfach und viel banaler ausgedrückt: Aus rein egoistischen Gründen brauche ich den anderen lebendig und wachsend auch außerhalb meiner Verantwortung und meinem Zutun. Und auch ich brauche diesen Raum und diese Luft, um daran zu wachsen und mich weiter zu entwickeln. Weil nur so bleibt unsere Beziehung lebendig und voller Reichtum. Nur so ist jeder Tag, jedes gemeinsame Tun erfüllend wie am Anfang und töten Gewohnheit, Langeweile und Alltagstrott nicht die gemeinsame Freude und den Genuss an der Bereicherung durch den anderen ab.

Damit das funktioniert, braucht es eine ehrliche Kommunikation miteinander, aber auch mit sich selbst. Mitteilsames Vertrauen in das Ich, das Du und in das Wir.

Der Satz: „Was ich liebe, muss ich loslassen.“ erscheint mir aufgrund dieser Überlegungen recht stimmig. Weil, wenn ich nicht loslasse, dann wird die Liebe sich verabschieden. In mir und in dem anderen.


Deshalb bin ich einfach egoistisch und lasse Dich voller Freude gehen, damit Du und ich bleiben können.
Eine der größten Irrtümer in all dem Beziehungsgedöns: Einen anderen Menschen brauchen um vollständig und ganz zu sein. So als wäre man ohne Partnerin, ohne Partner irgendwie kaputt, nicht ganz heil, unvollständig, beschädigt. Eine Partnerin oder ein Partner ist aber kein Puzzlestück oder Ersatzteil, das man zur Vervollständigung oder Reparatur des eigenen Ichs so einfach einsetzen oder gebrauchen könnte. Trotzdem hätte man das doch so gerne. Immerhin wird es einem ja vorgegaukelt, dass es nur so funktionieren könne. Von den Medien, den Geschichten, den Altvorderen. Daher auch der seltsame Wunsch, das Gegenüber solle doch endlich so sein, wie man es gerne hätte. Damit es passt. Und wenn es nicht passen will, dann sucht man sich halt ein neues Teil oder geht erstmal zum Therapeuten mit der irrwitzigen Vorstellung, der könne dann passend machen, was sich so krampfhaft wehrt, ein Teil von einem zu sein.

Das ist alles Unsinn.

Wenn Du eine Partnerin/einen Partner brauchst um Dich vollständig zu fühlen, dann stimmt etwas ganz Grundlegendes in Dir nicht. Dann hast Du einen Teil von Dir verloren, ist Dir ein Teil von Dir irgendwo unterwegs abhandengekommen. Denn Du bist vollständig. Bist ganz und heil in all Deiner eigenen Schönheit, Deiner Widersprüchlichkeit, mit Deinen hellen und schattigen Seiten.
Mein Weg mit Dir: Lass uns die verlorenen, verwischten Teile gemeinsam wiederfinden und Dich als Ganzheit feiern. Dann, und nur dann, klappt das auch mit der Liebe und den Partnerschaften.  


Ich vertraue Dir da völlig. 

Entblößung


„Ich wünsche mir, du würdest dich für mich entblößen!“

„Ich bin doch schon nackt.“

„Aber, ich sehe dich noch nicht.“


Sich entblößen ist mehr als nur die Kleider auszuziehen. Es bedeutet, die vielen Schutzhüllen abzulegen und sich mehr und mehr sichtbar zu machen. Dies ist für viele Menschen ausgesprochen beängstigend. Denn da sind die alte Verletzungen und die alten Narben, die die Hüllen wie angenagelt zusammen halten. Da sind die Erfahrungen, dass sich wahrlich zeigen mit Schutzlosigkeiten einhergehen kann. Da ist der sich in den Vordergrund drängende Schmerz des gebrochenen Vertrauens und da klüngelt die Scham mit dem Ekel längst begraben gedachter Demütigungen.
Sich sichtbar zu zeigen ist oft kein einfaches Unterfangen. Liebevolle Geduld und der schrittweise Aufbau von (Selbst)Vertrauen sind die kleinen Steinchen, aus denen sich vielleicht die Brücke bauen lässt, über die man dann langsam gehend Stück für Stück die Schleier und Hüllen fallen lassen kann. Das geht nicht von heute auf morgen.
Auch für den Partner/die Partnerin ist dieser Prozess ein schwieriger. Denn er/sie weiß doch von sich, dass er/sie nicht verletzen, nicht demütigen, nicht Schmerz zufügen wird. Denn er/sie liebt und begehrt doch voller Zärtlichkeiten. Es ist so schwer die einem entgegen strömende Abwehr und das Zögern, die Angst und die Ausfallschritte und das Zurückweichen nicht auf sich selbst zu beziehen.

Geduld, Geduld, Geduld.


Und manchmal hilft es, wenn ich eine kleine Weile begleite, sie/ihn oder beide zusammen. Auf alle Fälle eine bessere Lösung als wegzulaufen und aufzugeben! 

Paare kommen zu mir, die sich im Alltag in- und umeinander verwurschtelt und die sich schweigend sprechend in gegenseitigen Verletzungen fest gefahren haben. Da geht es dann um ein hin- und her Geschiebe von Schuld und Sühne, von „Du hast aber...“ und „Aber vorher hast du...“ Zuweisungen. Beide reagieren nur noch, keiner agiert mehr. Sie können nicht voneinander lassen und sie leiden doch aneinander und an sich selbst. Eine blöde, schmerzhafte Kreiselei um alltägliche Nichtigkeiten. Da hilft in der Regel nur ein lautes „Stopp!“.

Innehalten. Zurück treten. Luft holen. Zu sich selbst finden.


Hilfreiche Fragestellungen für den ehrlichen inneren Dialog könnten u.a. sein:

-       Was hat mich einmal so begeistert an meinem Partner/meiner Partnerin?

-       Begehre ich noch? Wenn ja, wen und was denn genau? Wenn nein, wie müsste ich mein! Leben gestalten, damit ich wieder begehren könnte?

-       Liebe ich mein Gegenüber? Wenn ja, wie fülle ich das Wort „Liebe“ ganz konkret? Was genau macht mein Gegenüber für mich jetzt, in diesem Augenblick, liebenswert?

-       Wie stelle ich mir meine Zukunft vor? Was bin ich bereit, dafür zu tun? Wo sind meine Grenzen?

-       Meine Träume, meine Sehnsüchte? Gibt es sie noch? Wie sehen sie konkret aus?

-       Was sind die wirklichen Gründe für mein Verbleiben in dieser Partnerschaft?

-       Was wäre anders für mich, wenn ich/er/sie die Beziehung jetzt beenden würde?

-       Wovor habe ich Angst?

-       Was möchte/kann ich wie von meinen Gedanken kommunizieren?

Viele Paare wehren sich am Anfang gegen diesen Zugang. Jede/Jeder möchte sich auskotzen, ihren/seinen Frust, ihre/seine Empörung über und ihre/seine Verletzungen durch den anderen loswerden. Beide gieren nach rechtfertigender Unterstützung für die eigene Position.

Das ist absolut verständlich!

Aber überhaupt nicht hilfreich.

Es geht nicht um gewinnen oder verlieren! Es geht nicht um Recht oder Unrecht haben!


Der einzige Weg ist, sich endlich wieder selbst, unabhängig von dem anderen, wahrzunehmen. Erst wenn ich mich selbst wieder wahrnehme, mit all dem Für und Wider, mit all dem, was ich in diesem Augenblick bin;  erst wenn ich mich so annehmen und selbst lieben kann, erst dann bin ich in der Lage auch mein Gegenüber wieder als eigenständige, einzigartige und vielleicht liebenswerte Person wahrzunehmen.  

Dann kann ich zuhören, ohne gleich in Abwehrhaltung zu gehen. Dann kann ich mich selbst mitteilen, ohne zu verletzen.


Das ist natürlich eine Garantie für gar nix. Aber es ist die einzige Chance dafür, dass sich überhaupt irgendwas etwas in Bewegung setzen und die Kreiselei beendet werden könnte.


Eine Paartherapie kann dabei hilfreich sein.

 „Mein Leben ist am Arsch. Ich find nie ne feste Freundin.“
(Auszug aus einem Gespräch mit einem sehr attraktiven, gebildeten und sozialkompetenten jungen Mann.)
...
„Hast du eigentlich schon mal in deinen selbstkritischen Überlegungen den Gedanken einfließen lassen, dass es gerade umgekehrt sein könnte, dass die Mädels dir deshalb nicht nachlaufen, weil sie denken, dass sie zu klein, hässlich, uninteressant, langweilig für so einen tollen Kerl wie dich sein könnten?“
„Was en Schmarrn. Ich habe oft genug erlebt, dass ich eher uninteressant bin für Frauen.“
„Wie kommst du denn rüber? Hast du mal Leute gefragt, wie du auf sie wirkst? Wie wirkst du, wenn du einen Raum betrittst? Was strahlst du aus? Welche Signale sendest du aus?“
„Arroganz, Selbstbewusstsein.“
„Entweder biste arrogant oder selbstbewusst - beides passt nicht zusammen, denn Arroganz ist der Mantel, den sich mangelndes Selbstvertrauen in der Öffentlichkeit umhängt.“
„Tja, dann Arroganz und selbstbewusst auf die, die mich dann halt bissi kennen.“
„Arroganz signalisiert: Ich kann und hab an jedem Finger fünf Weiber, also komm mir net zu nah, denn ich nehm net jede -> Das wirkt aber sehr entmutigend auf Mädels. Selbstvertrauen signalisiert: Ich bin freundlich, offen, lustig und denk net gleich dran mit dir in die Kiste zu wollen. Ich renn dir net hinter her, aber ich schenke dir meine Aufmerksamkeit, wenn ich dich mag. Arroganz kommuniziert: Ich bin ein armes gieriges Hascherl. Selbstvertrauen sagt: Ich bin mir selbst genug und brauche dich nicht, aber ich interessiere mich für dich, weil du etwas Besonderes bist. Selbstvertrauen ist immer absolut ehrlich, in jeder Situation. Arroganz lügt sich und anderen permanent in die Tasche.“
„Nach ner Weile hör ich dann immer wieder: „Ach, du bist ja gar net so!“
Siehst du, dieses "Ach du bist ja gar net so" ist doch ein Hinweis mit nem Betonblock darauf, dass du nicht authentisch unterwegs bist.
 „Das ist mir zu hoch. Auf jeden Fall bekomme ich oft gesagt, dass ich anders bin als alle anfangs dachten. Und was macht man jetzt?“
„Was du machen kannst: Da du ja der Meinung bist, eh kein Mädel abzubekommen, dann probier doch mal was völlig Neues: Sei doch einfach mal nur du selbst. Ohne Show, ohne Arroganz. Zeig dich wie du bist. Dafür musst allerdings für dich ehrlich klar haben, wie du bist. Wie bist du denn, ohne Maske, ohne angepasste Schablonen. Ohne vorauseilende Angepasstheit an Vermutetes?
"Boah, das geht dann aber ganz schön tief."
"Ja, darum geht es wohl: Um etwas ganz Grundsätzliches. Es geht ans Eingemachte. Also los: Wer bist du?"
...
"Offenheit" in einer Beziehung. Wir gehen "offen" miteinander um. <- So ein hohes Gut. Eine Säule der Partnerschaft. Steht ganz oben auf der Bedingungsskala einer guten Beziehung.

Aber, manchmal habe ich das Gefühl, dass wir darunter Unterschiedliches verstehen.

Für mich bedeutet Offenheit eben nicht, dass ich mich permanent nackisch machen, mich bis in die kleinste Zelle gegenüber meiner Partnerin/meines Partners entblößen muss.

Offenheit bedeutet für mich, dass ich meine Grenzen, meine Träume, meine Widersprüche, meine Sprachlosigkeiten ehrlich kommunizieren kann. Dazu gehört auch, ab und an einmal sagen zu dürfen: "Das geht dich gerade nix an." oder "Darüber möchte ich im Augenblick nicht mit dir sprechen.", ohne das gleich die Beziehungsbasis unter mir wie Kalkstein zerbröselt. Ich möchte ehrlich sein können, bei mir bleiben, nicht lügen und nicht rum eiern müssen - das bedeutet für mich Offenheit.

Auf der anderen Seite akzeptiere ich, voll Vertrauen, genau diese Offenheit auch bei meinem Gegenüber: Ich halte es aus, dass mir mitgeteilt wird, dass mir gerade nix mitgeteilt werden kann. Ich halte aus, weil ich vertraue. Ich möchte nicht, dass mein Gegenüber sich bedrängt entblößt und selbst zerstückelt, nur damit meine Neugierde, meine Allmachtfantasien, mein Kontrollbedürfnis befriedigt werden. Ich vertraue einfach.


Das zeichnet für mich eine Partnerschaft und die Offenheit darin aus.
Eine der ganz großen LebensLektionen:

"Es tut weh zu gehen, aber es wäre schmerzlicher zu bleiben."

Manchmal gibt es gar keinen konkreten Grund. Manchmal gibt es gar nichts, was man diskutieren oder besprechen könnte. Manchmal gibt es nichts Fassbares, was innerhalb der gelebten Beziehungsform durch eigene Veränderungen oder Anpassungen gelöst werden könnte. Manchmal ist der andere genauso, wie er/sie ist richtig und gut und es fühlt sich trotzdem nicht stimmig an. Manchmal ist da Liebe, die einfach nicht in eine bestimmte Form von Beziehung gedrängt werden oder verweilen kann. Manchmal, da ist da gar keine Liebe, sondern nur eine tiefe Zuneigung, Gewöhnung oder Bequemlichkeit. Und manchmal, da war da am Anfang eine Lüge, sich selbst und dem anderen Gegenüber.

Loslassen und Gehen ist in solchen Fällen eine Befreiung und eine Chance für alle Beteiligten. Und manchmal ist auch dies Liebe.
 

Beziehungsfalle und Symptome (Auszug)

... Sind offene Gespräche über die Beziehung und über die Art und Weise der Kommunikation, also das, was ich als Metakommunikation bezeichne, in einer Beziehungsstruktur entweder verboten oder lösen Leiden, Aggressivität, Bockigkeit, Rückzug oder andere Spielarten des Ausweichens aus, so nenne ich dies altmodisch „Beziehungsfalle“.

Man redet aneinander vorbei, fühlt sich verquert permanent schuldig oder verteilt großzügig Schuld. Vorwürfe und Missverständnisse schwingen hin und her. Schweigen und Rückzug wechseln sich mit paradoxen Gesprächsversuchen, die regelmäßig in Streit und gegenseitigen Verletzungen enden, ab. Einerseits möchte man die leidvolle Kommunikation aufgeben, andererseits ist genau sie es, die die Beziehung immer noch irgendwie am Leben erhält. Man kreiselt um sich und um den anderen und verheddert sich immer mehr in Ausweglosigkeit.
Oft zeigen sich dann bei einem Partner nach einer Weile psychische oder psychosomatische Symptome des Unwohlseins. Es handelt sich dabei allereigentlich um die Symptome des maroden Beziehungssystems, das aber nicht mehr gemeinsam über Kommunikation angeschaut und hinterfragt werden kann oder darf. Weil sich die Brüchigkeit des Systems aber dennoch nicht verleugnen lässt, schafft es sich eben auf diese Art und Weise Gehör über den stellvertretenden Symptomträger. Dieser entlastet den Rest des Beziehungssystems, indem er durch die von ihm ausgelebten Symptome von dem eigentlichen Beziehungsdesaster ablenkt.

... ... ...

Grundlegende Fragen zur Beziehung unterliegen zu diesem Zeitpunkt in der Regel schon einem Tabu: Es darf und kann nicht mehr darüber gesprochen werden. Eine Depression, eine Migräne, ein Magenleiden, ein Asthma aber dürfen sein und darüber kann dann auch kommuniziert werden, da dies das marode Beziehungsgefüge nicht in Frage stellt. Alle Beziehungsthemen werden einvernehmlich zur Seite gelegt, man kümmert sich, manchmal alleine, oft gemeinsam, aber immer hingebungsvoll um die Symptomatik des Symptomträgers. Es kann passieren, dass dies sowohl die kaputte Beziehung, als auch die körperlichen und psychischen Symptome für eine lange Weile stabilisiert, anstatt sie aufzubrechen.

Psychische und psychosomatische Symptome ermöglichen aber auch Distanz. Wer zum Beispiel depressiv wird, darf sich Rückzug, Unzuverlässigkeit und vieles mehr erlauben und Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme einfordern. Insofern sind Symptome auch Chancen, da sie Raum und Zeit für neue Wahrnehmungsmöglichkeiten und Handlungsmuster schaffen können. Die Betonung liegt dabei auf „können“, denn in der Regel braucht es dafür eine kompetente Unterstützung von außerhalb des Beziehungssystems. ...

Energievampire

 

Eine ganz besondere Form: Menschen die niemals irgendwo ankommen können. Bei denen das glücklich Dankbare im Hier und Jetzt Sein sofort einen hektisch planenden Fluchtreflex auslöst. Die niemals Innehalten und genießend reflektieren. Die immer schon an das nächste Projekt, den nächsten Job, den nächsten Partner, die nächste Renovierung denken. Die niemals diesen wunderbaren Moment des Sattseins erleben. Denen innere Zufriedenheit nur ein angewidertes Schaudern beschert.

Das interessante an dieser Spezies ist, dass man im Umfeld erst mal positiv auf sie reagiert: Wow! Macher, Schaffer, Innovationsgenies, Visionäre! Dann schleicht sich mit der Zeit so etwas wie Mitleid ein, weil diese Menschen oft gehetzt und atemlos wirken und sich nicht selten mit entsprechenden physischen Symptomen (Rücken, Magen, Herz/Kreislauf) herumschlagen.

Doch als Partner oder enger Freund im näheren täglichen Umfeld stellst du, nach einer ganzen langen Weile, fest, dass du dich selbst immer öfters ermüdet und niedergeschlagen, energielos und kränklich fühlst, obwohl du doch gar nicht rum hetzt. Richtig, machst du auch nicht. Du verbraucht nur die eigene Energie dafür dich diesem Strom des Hetzens und Weglaufens, des Nichtankommens und der permanenten Unzufriedenheit deines Gegenübers entgegen zu stemmen und die eigene Zufriedenheit, das eigene Innehalten immer und immer wieder gegen diesen Sog zu verteidigen.

Die schlechte Nachricht ist: Energievampire dieser Art sind im alltäglichen Kontext beratungsresistent. Partner und Freunde kämpfen hier einen aussichtslosen Kampf, da auf der Gegenseite ja kein Leiden und kein Veränderungsdruck empfunden werden. Gleichzeitig entsteht ein feines Gespinst von Abwiegelung, Verstrickung, Nur-noch-einmal Versprechen, in den Raum geworfenen Loyalitätsforderungen oder, bei arger Bedrängnis, wird die Frage nach Freundschaft und Liebe in die Waagschale geworfen.

Der Energievampir spielt auf dieser Klaviatur in Perfektion. Der einseitige Energiefluss wird so aufrecht erhalten. Keine Chance für gemeinsame Veränderungen.

Die gute Nachricht ist: Ähnlich wie bei Co-Abhängigkeiten kannst du dieses Spiel jeder Zeit beenden, indem du aus diesem Spiel konsequent aussteigst. Das kann weh tun und kann scheinbar die eigenen moralischen Werte in Frage stellen. Allerdings fließt die Energie, die durch diesen Schritt frei gesetzt wird ja dann wieder in einem Kreislauf, die Erschöpfung schwindet und der Raum für den ganz eigenen Lebens- und Zufriedenheitsrhythmus wächst und wächst.

Und vielleicht hat dein Gegenüber dann, und nur dann, eine minimale Chance auf Veränderung durch Eigeninitiative, weil der Schmerz über dein Fehlen vielleicht, vielleicht tiefer geht und zum beharrlichen Mauerbrösler wird. Aber darüber solltest du dir dann keinen Kopp mehr machen.

„Liebe braucht Magie und das Setzen von Unendlichkeit.“

 

„Frau Müller, das ist jetzt aber wirklich kitschig!“

Nöh, „Kitsch“ wäre die Übertragung eines Formats ohne Inhalt und Bezüglichkeit. Der Satz oben hat für mich jedoch einen Inhalt und eine Menge Bezüge, zum Beispiel:

Hinter einer derart durch die Medien sexualisierten Gesellschaft, wie der unsrige in den letzten Jahren, versteckt sich der Anspruch, dass Liebe (Beziehung/Partnerschaft) definiert werden könne durch die gleichen Kriterien wie Leistung und Konsum. Diese sind u.a.: Individuelle Leistungssteigerung (höher, weiter, schneller, besser) durch Disziplin und Wollen. Austauschbarkeit von Produkten bei Nichtgefallen; Preis gleich Leistung; reichhaltiges Angebot mit ständiger Verfügbarkeit; Aufwertung der eigenen Person durch das Label, unabhängig von Inhalt und Sinnhaftigkeit des Produktes; effektive Werbemaßnahmen; ständig Ausschau halten nach/ Warten auf ein noch besseres, aktuelleres Produkt; dem vermuteten Zeitgeist frönen und immer up to date sein... ....

Beziehungen funktionieren so aber nicht. Ich selbst und mein Gegenüber sind kein beliebigen Produkte, sondern jeweils die Summe von Vielfältigem -> Ich habe eine Geschichte, bin verwurzelt in meiner Kultur, habe eine einzigartige Individuation durchlaufen, spreche eine bestimmte Sprache, habe nur mir zugehörige Wahrnehmungsmuster, ein ganz bestimmtes individuelles Bild von Welt... ... All das hat mein Gegenüber auch. Dies gilt es zu entdecken, zu offenbaren, zu verstehen.
Annäherung nenne ich das – und das ist schon ein weit gestecktes Ziel.

Am Anfang lernen wir uns kennen, weil es da eine klitzekleine Schnittmenge gibt in all dem Vielfältigen, etwas, was uns uns vertraut erscheinen lässt. Nach relativ kurzer Zeit stoßen wir jedoch auf all die Bereiche, in denen wir uns unterscheiden oder nur leere Leinwand für einander sind. Die gilt es nun langsam zu füllen. Sprache ist dazu eine der vielen Möglichkeiten. Schon mal versucht ein Gespräch zu führen, ohne dass es zu Missverständnissen kommt? Da ist Geduld und Zeit notwendig, um die ganzen Stolpersteine des Sender-Empfänger-Geschwubbels zu minimieren. Manches lässt sich aber auch durch Sprache gar nicht erklären, weil es eben derselben nicht zugänglich ist. Da kommen das Verständnis, die skizzenhaften Striche auf der Leinwand des Gegenübers eher durch gemeinsame Erfahrungen und Erleben des Alltäglichen zustande. Und manches wird sich nie erklären oder skizzieren lassen, sondern bleibt im magischen Kreis von Intuition, Bauchwissen und reinem Gefühl zu Hause.

Wie soll denn so ein „Projekt“ mit den obigen Mustern von Leistung und Konsum auf den Weg gebracht werden? Nenene, dazu braucht es ganze andere Denk- und Handlungsmuster, die wir aber oft nicht gelernt oder verlernt haben. Es braucht unter anderem ein anderes Verständnis von „Zeit“, eine innere Haltung von Zeitlosigkeit, ohne ein schon am Anfang mitgedachtes Ende und ein Wohlwollen für und eine Freude über das Magische, Nichtfassbare im Anderen.

Deswegen (und aus noch vielen anderen Gründen) braucht Liebe, gelebt in Beziehung und Partnerschaft, eben auch Magie und Unendlichkeit.

Hol mal Luft, bleib mal stehen!

Was mich manchmal traurig macht, ist die Tatsache, dass so schnell von "Liebe", "Glück", "Hingabe" und ähnlichem gesprochen wird und bevor ich noch fertig bin mit tanzendem Mitglücken, ist schon wieder alles vorbei und ich hab ein heulendes Elend vor mir sitzen.

Ich stehe und staune immer wieder über die Schnelllebigkeit von Beziehungen. Da wird das Gegenüber in einem Affenzahn zur Projektionsfläche der eigenen inneren Bilder und Fantasien bezüglich eines "perfekten" Partners. Wenn man dann nach einem kurzen Weilchen festzustellen meint, dass der andere nicht in diesen Rahmen passt, dann zerdeppert man alles, Bild, Rahmen, Gegenüber... und letztendlich sich selbst.. Und haut ab. Innerlich und im Außen.
Mir ist das alles zu hastig, da ist mir zu wenig Raum für Geben und Nehmen, für Wachstum, für Sanftmut, für den anderen in seiner Vielschichtigkeit wahrnehmen, für Verzeihen, für Reflexion und liebevolle Geduld. Das hat auch nix mit der angeblichen Besonderheit von bestimmten Beziehungsformen zu tun.

Nenene, Du stehst Dir selbst im Weg rum, weil Du den anderen so perfekt willst, wie die Ware aus dem Geschäft: immerhin bezahltest Du, nach Deinem Dafürhalten, ja einen stattlichen Preis.

Ich spreche damit weder Dir, noch dir, noch Ihnen, noch anderen das subjektiv wirklich empfundene Leiden an einer gescheiterten Beziehung ab. Im Gegenteil, Ent- Täuschung tut weh, es muss schweineweh tun. Ich nehme gerne in den Arm und tröste und bin ganz da. Für eine Weile.
Aber, ohne inne zu halten und die eigenen Vorstellungen, Motivationen, den eigenen Anteil an diesem Leid ehrlich sich anzuschauen, wird sich auch in Deiner nächsten und nächsten und nächsten Beziehung nichts ändern, weil: Da ist kein perfekter Partner, wartend in der Zukunft. Da ist kein Prinz, kein Held, kein märchenhafter Frauenversteher. Da sind einfach nur Menschen mit Wünschen, Sehnsüchten, Wirrungen und Irrungen, genauso wie Du.

Soll sich in Zukunft Beziehung anders gestalten für Dich, dann musst Du bei/in Dir etwas ändern, etwas ganz Grundlegendes.

... Und darüber können wir gerne real, bei Kaffee, Kuchen, Weinchen und Eierlikör plaudern und streiten.

Kindliche Verhaltensmuster auflösen

Ein Beziehungspartner verlässt einen nicht. Er/sie geht einfach nur. Natürlich schmerzt es, wenn jemand geht, aber Verlassenheit ist mehr als ein Abschied. Das Gefühlsmuster des Verlassenwordenseins setzt voraus, dass man von demjenigen, der geht, so abhängig ist, wie man es nur als kleines Kind war. Verlassensängste haben ihre Wurzeln nicht in der aktuellen Beziehungssituation, sondern in der frühen Kindheit.

Und egal, was alles so auf dem aktuellen Psychomarkt an schnellgreifenden Formaten angeboten wird: Wenn der Leidensdruck im Hier und Jetzt durch Wiederholung von Muster aus der Kindheit zu groß ist, dann geht kein Weg daran vorbei, sich als Erwachsener noch einmal in die Situation des Kindes zu begeben und mit kindlichen Augen dieses Muster anzusehen und dem Schmerz und der Trauer Raum, Ausdrucksformen und Aufmerksamkeit zu schenken.

Ansonsten passieren so widersprüchlich schmerzende Dinge wie: Der Erwachsene begibt sich unbewußt, aber zielsicher, immer wieder in die gleichen unerträglichen Beziehungssituationen wie sie in der Kindheit vorherrschten. Triebfeder ist der kindliche Wunsch, diese diesmal (zum Beispiel durch Wohlverhalten) auflösen zu können.

Was in der Kindheit begann, bestimmt hier die Handlungsmuster des Erwachsenen: Der Erwachsene führt den Kampf des Kindes um Fürsorge, Liebe, Aufmerksamkeit, etc. mit dessen kindlichen Mitteln fort.
Was fehlt: Die verdrängten und abgewehrten Gefühlen der Kindheit endlich zuzulassen und ihnen zu erlauben "gelebt" zu werden. Ihnen Raum, Ausdruck, Sprache zu geben. Dies ist jetzt möglich, denn der Erwachsene hat die Kraft und die Mittel dazu, dies alles auszuhalten und auch zu händeln. Bewußt und gewollt in den Schmerz des Kindes hineingehen und bewußt und gewollt wieder in das sich jetzt bewußte Erwachsenen -Ich zurückkehren.

Dies braucht Zeit und oft eine achtsame und wohlwollend distanzierte Begleitung.

So nah, so fern

 

Ohne dich kann ich nicht leben und mit dir kann ich nicht sein.
(K.Wecker)

Es geht dabei nicht um „Fernbeziehung“, obwohl die Entfernung schon eine Rolle spielt. Die findet jedoch im Innenbereich statt. Dem Gegenüber und sich selbst so nah und doch so weit weg. Sich nach Nähe mit genau diesem einen Menschen sehnen und diese gleichzeitig nicht aushalten können. Wissen um die eigenen Verstrickungen und sich doch selbst so fremd zu sein. Ein Scheißkreislauf ist das.

Was hilft? Den Kreis durchbrechen. Boah, wie ich diesen Satz hasse. Weil dies verlangt, ja schreit gerade nach Erdbeben, Tumulten, Dramas hoch zehn und einer Energieexplosion vom Feinsten. Das verlangt eine Art von Mut, die dem ohne Frage auch vorhandenen Zustand des sich bequem in der verfahrenen Situation eingerichtet Habens diametral gegenüber steht.

Ein sanfter Zugang wäre: Tue etwas, was du schon immer tun wolltest. Etwas Verrücktes, etwas ganz und gar nur auf dich Bezogenes, etwas absolut Neues in einem dir bisher unbekannten Kontext. Tu es alleine, ohne das Subjekt deiner Sehnsucht. Tue es für dich und tue es jetzt! Bündle deine Energie und richte sie eben einmal nicht auf die verquerte Partnerschaft, sonder auf etwas Vergnügliches außerhalb davon. Auf etwas, was dir gut tut, was dir Freude macht, was dich zum Lachen und Strahlen bringt.

Und nein, damit meine ich eben nicht eine Therapie oder einen Selbsterfahrungserkenntniskurs mit hohem Reflexionspotential und kompakt kompletter Nabelschau! Davon hattest jetzt wirklich genug und gebracht hat es nix, sondern die Verhedderei nur noch mehr gedüngt.

Hört sich komisch an, nicht? Doch wenn die Knoten zu viele sind, wenn alles nur noch ein einziges Geknäul ist, dann hilft es, diesem Durcheinander mal für eine Weile die nährende Aufmerksamkeit zu entziehen und es liegen und ruhen zu lassen. Seltsamerweise entwurschtelt es sich dann anscheinend oft von selbst.

Wege

 

Manchmal muss man gehen um vielleicht bleiben zu können.